Der Höltigbaum war während des Nationalsozialismus ein Ort militärischer Gewaltjustiz. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs wurden dort mindestens 330 Angehörige der Wehrmacht sowie Kriegsgefangene erschossen. Seit 2003 erinnert an der Ecke Neuer Höltigbaum/ Sieker Landstraße ein Gedenkort an die Opfer,
2023 wurde die Gedenkstätte neugestaltet: Heute informiert eine Gedenktafel über den ehemaligen Standortschießplatz. Im Jahr 2024 kam zudem eine Stele zur Erinnerung an den im März 1945 dort erschossenen Soldaten Herbert Klein hinzu. Sie ist Teil des „Wandsbeker Weges der Erinnerung an Widerstand und Verfolgung im Nationalismus“. Darüber hinaus sind fünf Stolpersteine in die rot gepflasterte Gedenkanlage eingelassen.
Seit Längerem gab es in Rahlstedt den Wunsch, den Gedenkort zur erweitern. Auch ich habe mich dafür eingesetzt. Nun hat die Wandsbek-Koalition aus SPD, Grünen und FDP erneut einen Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht. Vorgesehen ist eine weitere Stele mit den Namen aller Opfer. Den Antrag finden Sie hier.
Eine solche Ergänzung würde den Gedenkort sinnvoll vervollständigen. Die namentliche Nennung macht die Opfer wieder als einzelne Menschen sichtbar und verdeutlicht dadurch das Ausmaß der nationalsozialistischen Verfolgung.
Bildmontage zur möglichen Umsetzung: Wandsbek-Koalition