Zum 9. November – Stolperstein in Rahlstedt geputzt

Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November 1938 habe ich auch in diesem Jahr wieder einen Stolperstein in Rahlstedt geputzt. Dieses Mal habe ich mich gemeinsam mit Franz P. Sauerteig, Diakon der ev.-luth. Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde, um den Stolperstein des Meiendorfers Carl Ebet gekümmert. Im Sommer war der, von der Kirchengemeinde gestiftete, Stein verlegt worden. Ich habe die Verlegung als Patin unterstützt.

Stolpersteine erinnern vielerorts an die Schicksale der Opfer der NS-Zeit: Jüdinnen und Juden, Homosexuelle, politisch Verfolgte, „Euthanasie“-Ermordete und in den Suizid getriebene Menschen. Rund 6.000 Steine gibt es hamburgweit und es kommen stetig weitere dazu: Ein wachsendes Mahnmal auf Hamburgs Straßen.

Die mit einer Messingplatte versehene Oberfläche der Steine – auf der die Namen und Lebensdaten der Opfer eingraviert sind – wird mit der Zeit durch Umwelteinflüsse und Verschmutzung dunkler, so dass man die Inschriften kaum noch lesen kann. Daher rufen die Initiatoren des Projektes ‚Stolpersteine in Hamburg’ regelmäßig dazu auf, die Steine zu putzen. Auch der Stein von Carl Ebet erstrahlt jetzt wieder in neuem Glanz.