Gedenkstätte am Höltigbaum soll sichtbarer werden

Am Höltigbaum befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus ein Truppenübungsplatz mit Schießständen. In den letzten Jahren des zweiten Weltkriegs wurden hier mindestens 330 Wehrmachstangehörige sowie Kriegsgefangene erschossen. Seit 2003 erinnert in der Straße Neuer Höltigbaum, Ecke Sieker Landstraße eine Gedenktafel an die Opfer. 2015 wurde zudem einige Meter entfernt eine Informationsstele aufgestellt. Trotzdem lässt sich der Gedenkort hier nur erahnen.

Nun soll der Erinnerungsplatz zeitgemäß gestaltet und für die breite Öffentlichkeit sichtbarer gemacht werden. Ein entsprechender Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen wurde in der Februarsitzung des Regionalausschusses Rahlstedt einstimmig beschlossen.

Bereits seit 2020 gab es auf Initiative der Bezirks-SPD Gespräche zu einer möglichen Umgestaltung. Auch eine Visualisierung, wie der Ort künftig gestaltet sein könnte, liegt schon vor. So könnte der Gedenkort künftig so gestaltet sein, dass alle bekannten Namen auf einer neuen länglichen Stele abgebildet sind.

 

Visualisierung: René Seneko, Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal (27.5.2021)