2025 wurden in Rahlstedt, Oldenfelde und Meiendorf 234 neue Wohnungen fertig gestellt – 240 neue Wohnungen sind im Bau

In Rahlstedt, Oldenfelde und Meiendorf wurden im letzten Jahr (2025) 234 (2024: 135) neue Wohnungen fertiggestellt. Für insgesamt 134 (2024: 186) neue Wohnungen wurden 2025 Baugenehmigungen erteilt. Im letzten Jahr sind deutlich mehr neue Wohnungen fertiggestellt worden, als in den beiden Vorjahren. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von über 70 Prozent. Dies geht aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter und Astrid Hennies hervor. Und mehrere große Bauvorhaben stehen in den Startlöchern.

„Für die Hamburger SPD ist der Wohnungsbau nach wie vor eines unserer zentralen Ziele. Wir sorgen dafür, dass alle, die in unserer Stadt leben wollen, sich dies auch leisten können. Bezahlbare Wohnungen sind für uns eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wohnungsknappheit treibt die Mieten in die Höhe und grenzt diejenigen aus, die sich diese Mieten nicht leisten können. Gegen solche unsichtbaren Stadtmauern hilft nur der Bau von vielen Wohnungen, vor allem auch von genügend bezahlbaren Wohnungen. Seit 2011 haben wir mit über 115.000 neu gebauten Wohnungen hamburgweit zur Entlastung am Wohnungsmarkt beigetragen. Und diese Strategie hat sich ausgezahlt: Die Mieten sind in Hamburg in den letzten Jahren langsamer gestiegen als die allgemeine Preisentwicklung“, sagen Buschhüter und Hennies.

Die Zahlen deuten auf eine Wiederbelebung des Wohnungsneubaus hin: Zum Stichtag 31. Dezember 2025 war mit dem Bau von 240 Wohnungen in Rahlstedt begonnen worden. Und für den Bau von 287 weiteren Wohnungen liegen Baugenehmigungen vor, mit deren Bau aber noch nicht begonnen wurde. 

Zudem ermöglichen mehrere neue Bebauungspläne den Bau von neuen und mehr Wohnungen in Rahlstedt, darunter auch viele öffentlich geförderte. Die Bebauungspläne Rahlstedt 137 (Nordlandweg/Lapplandring, 197 Wohneinheiten) und Rahlstedt 138 (Zellerstraße, 444 Wohneinheiten) sind zwischenzeitlich in Kraft getreten, mit einem Baubeginn ist im nächsten Jahr zu rechnen. Das Bebauungsplan-Verfahren Rahlstedt 135 (Wiesenredder, 180 Wohneinheiten) befindet sich auf der Zielgeraden, auch hier ist mit einem Baubeginn im nächsten Jahr zu rechnen.

Öffentlich geförderter Wohnungsbau unverzichtbar

In keinem anderen Bundesland gibt es im Verhältnis zur Bevölkerung so viele Sozialwohnungen wie in Hamburg. 

Zum Stichtag 1. Januar 2026 gab es in Rahlstedt 3.256 Sozialwohnungen (Wohnungen des 1. bzw. 2. Förderwegs) für Menschen mit niedrigem Einkommen – und damit 91 weniger als im Jahr zuvor (1. Januar 2025: 3.347 Sozialwohnungen). Im hamburgweiten Vergleich weist Rahlstedt trotzdem weiterhin einen hohen Bestand an Sozialwohnungen auf. 

Rund 83 Prozent der Sozialwohnungen in Rahlstedt (2.713 von 3.256 Wohnungen) werden bis 2039 infolge des Auslaufens der Bindungsfrist aus der Sozialbindung fallen. Schon jetzt sind nur noch 1.369 der insgesamt 10.070 SAGA-Wohnungen (13,6 Prozent) im Stadtteil Rahlstedt öffentlich geförderte Wohnungen.

Mit 7,22 Euro pro Quadratmeter liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete bei den frei finanzierten Wohnungen des städtischen Wohnungsunternehmens SAGA im Stadtteil Rahlstedt (überwiegend ehemalige Sozialwohnungen) lediglich 69 Cent über der von öffentlich geförderten Wohnungen (1. Förderweg – 6,53 Euro/qm). Im Vergleich zum Vorjahr ist die durchschnittliche Nettokaltmiete bei frei finanzierten SAGA-Wohnungen nur um 0,05 Euro/qm gestiegen (Vorjahr 0,24 Euro/qm).

„Dies zeigt, wie wichtig Bestandshalter wie die städtische Wohnungsbaugesellschaft SAGA und die vielen Wohnungsbaugenossenschaften sind, die gemeinsam den weitaus größten Anteil an den öffentlich geförderten Wohnungen halten. Denn Sozialwohnungen verschwinden mit dem Auslaufen der Belegungsbindung ja nicht vom Markt, sondern gerade die städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaften vermieten ihre Wohnungen auch nach Auslaufen der Sozialbindung weiter zu sehr günstigen Preisen. Diese günstigen Mieten fließen dann auch in den Mietenspiegel mit ein”, so Buschhüter und Hennies.

Aktuell befinden sich im Stadtteil 10.070 der insgesamt 45.921 Wohnungen im Eigentum der SAGA.

Mit den beiden Bebauungsplänen Rahlstedt 137 (Nordlandweg/Lapplandring) und Rahlstedt 138 (Zellerstraße) plant die SAGA zwei Großprojekte im Stadtteil: Zwischen Nordlandweg und Lapplandring sollen 197 neue familienfreundliche Wohnungen entstehen, größtenteils öffentlich gefördert. 96 Wohnungen im Bestand müssen dafür abgerissen werden. Hinzu kommen insbesondere für Familien geeignete Mehrfamilienhäuser mit 100 Wohneinheiten in der Zellerstraße. Zudem wird die dortige Seniorenwohnanlage Nordlandweg komplett neu gebaut werden. Sie wird zukünftig 344 Wohnungen umfassen. 

„Der Neubau von preisgebundenen Sozialwohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen, stellt nach wie vor einen unverzichtbaren Teil der Wohnraumversorgung dar. Deshalb ist es gut und wichtig, dass auch in den kommenden Jahren weiterer sozialer Wohnraum entstehen wird“, sagen Buschhüter und Hennies und ergänzen: „Dort, wo die Stadt hierzu die Möglichkeiten hat, es durchzusetzen, zum Beispiel, weil sie das Baugrundstück zur Verfügung stellt oder ein förmlicher Bebauungsplan erst erstellt werden muss, verlangt sie einen Anteil von mindestens 30 Prozent, häufig sogar 35 Prozent öffentlich geförderten Wohnungen. Und für Menschen mit mittleren Einkommen haben wir neben dem ersten auch den zweiten und dritten Förderweg für Sozialwohnungen eingeführt. Damit haben mehr als die Hälfte der Hamburgerinnen und Hamburger die Berechtigung für den Bezug einer öffentlich geförderten Wohnung erhalten.“

Bild: Pixabay

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