Wie steht es um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hamburg? Wo wurden Fortschritte erzielt, wo besteht weiterhin Handlungsbedarf? Antworten darauf liefert der Hamburger Gleichstellungsmonitor. Er schafft eine fundierte Datengrundlage, um Entwicklungen sichtbar zu machen und die Gleichstellungspolitik gezielt weiterzuentwickeln. Nun ist die vierte Fortschreibung erschienen.
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: In wichtigen Bereichen wurden Fortschritte erreicht. Bei der Bürgerschaftswahl 2025 haben sich erstmals mehr Frauen als Männer beteiligt. Der Frauenanteil bei den Mandaten lag nach der Wahl bei einem bisherigen Höchststand von 49 Prozent. Und im Senat sind zum ersten Mal in der Geschichte mehr Frauen als Männer vertreten. Auch in Wissenschaft und Bildung gibt es deutliche Fortschritte: So ist der Frauenanteil der Hamburger Studierenden ist von 49 Prozent im Wintersemester 2015/2016 auf 54 Prozent im Wintersemester 2024/2025 gestiegen.
Gleichzeitig mach der Monitor deutlich, dass Gleichstellung noch nicht erreicht ist. Für das gleiche Jahreseinkommen arbeiten Frauen im Durchschnitt neun Wochen länger als Männer. Sie tragen weiterhin den Großteil der Sorgearbeit, arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit, sind stärker von Altersarmut betroffen und in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert.
Der Hamburger Gleichstellungsmonitor wird vom Referat Frauen und Gleichstellung der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) in Zusammenarbeit mit dem Statistikamt Nord erstellt. Weitere Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung des Senats.
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