Tag der Städtebauförderung 2026 – Jubiläumsfeier und Einweihung des Jugendzentrums „Startloch“*

Unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ fand heute der Tag der Städtebauförderung in Hamburg statt. Anlässlich der Neueröffnung des Jugendzentrums „Startloch“ im RISE-Fördergebiet Rahlstedt-Ost mit einer zentralen Veranstaltung gefeiert. Gleichzeitig feiert das Jugendzentrum sein 50jähriges Jubiläum. 

Mit dabei waren Finanzsenator Andreas Dressel, Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff sowie der langjährige Leiter des „Startlochs“ Jörn Stronkowski. Zudem waren auch einige der Gründer des seit 1975 im Stadtteil bestehenden „Startlochs“ vor Ort – unter anderem Axel Sellmer von der SPD Rahlstedt. 

Seit Ende 2023 wurde das Jugendzentrum aufwendig saniert. Zu den Umbauten gehörten eine Neuaufteilung der Räume, die Aufwertung der Außenanlagen und die Modernisierung hinsichtlich Energieeffizienz, Sanitäranlagen und Barrierefreiheit. Im vergangenen November konnte bereits das frisch renovierte Gruppenhaus offiziell übergeben werden – das Veranstaltungshaus und das neugestaltete Außengelände sind seit diesem Jahr wieder voll nutzbar.

 

 

Pressemitteilung des Senats vom 9. Mai 2026

Tag der Städtebauförderung am heutigen 9. Mai 2026
Einweihung und Jubiläum des modernisierten Jugendzentrums „Startloch“ im RISE-Fördergebiet Rahlstedt-Ost

Heute fand unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ der bundesweite Tag der Städtebauförderung in Hamburg statt. Die Städtebauförderung wird in Hamburg unter dem Dach des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) umgesetzt. Die zentrale Hamburger Veranstaltung zum Tag der Städtebauförderung wurde in diesem Jahr im RISE-Fördergebiet Rahlstedt-Ost im Jugendzentrum „Startloch“ gefeiert. Gleichzeitig wurden damit die Neu-Eröffnung nach einem rund zweijährigen Um- und Ausbau sowie das 50-jährige Jubiläum (2025) des beliebten Jugendzentrums zelebriert.

Das Jugendzentrum und die Außenanlagen erstrahlen in neuem Glanz. Das wurde heute im Rahmen des Tages der Städtebauförderung gebührend mit Redebeiträgen von Dr. Andreas Dressel, Senator für Finanzen und Bezirke, Dr. Dirk Bange, Leiter des Amtes für Familie der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter Wandsbek, und Jörn Stronkowski, Leiter des Jugendzentrums „Startloch“, sowie einem anschließenden Rahmenprogramm mit Musikdarbietungen und Führungen durch das neue Jugendzentrum gefeiert.

Finanz- und Bezirkssenator Dr. Andreas Dressel: „Das Jugendzentrum ‚Startloch‘ ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Ankerpunkt für junge Menschen in Rahlstedt. Mit dem gelungenen Um- und Ausbau haben wir hier einen modernen, offenen und inklusiven Ort geschaffen, der den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird und ihnen neue Perspektiven eröffnet. Die Einweihung feiern wir im Rahmen des Tags der Städtebauförderung, der in diesem Jahr das Motto ‚Lebendige Orte, starke Gemeinschaften‘ hat. Genau das ist das Jugendzentrum ‚Startloch‘: Ein lebendiger Ort, der die Gemeinschaft stärkt, aber eben auch nur wegen der starken Gemeinschaft entstehen konnte. Erfolgreiche Stadtteilentwicklung und engagierte Jugendarbeit gehen hier Hand in Hand. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Schlüsselprojekt möglich gemacht haben. Alle, die sich hier eingebracht und mitgedacht haben, können heute stolz auf das Ergebnis sein.“

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Dank vereinter Kräfte und mit den Ideen der Jugendlichen vor Ort ist das Jugendzentrum ‚Startloch‘ moderner, attraktiver und lebendiger denn je. Zugleich wurde ein wichtiger Schritt hin zu mehr Klimaschutz und zur Anpassung des Quartiers an den Klimawandel gemacht. Ich danke allen, die sich dafür eingesetzt haben. Dieses Projekt zeigt auch, wie erfolgreich unser Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) mit der Städtebauförderung die Finanzierungsmittel in den Quartieren bündelt.“

Ksenija Bekeris, Senatorin für Schule, Familie und Berufsbildung: „Das ‚Startloch‘ ist seit 1975 eine zentrale Anlaufstelle für junge Menschen in Rahlstedt und steht für vielfältige Angebote der Freizeitgestaltung sowie der kulturellen und politischen Bildung. Als Ort der Offenen Kinder- und Jugendarbeit bietet es Raum für Sport, Musik, Projektarbeit und Workshops – immer orientiert an den Interessen der Jugendlichen. Gleichzeitig ist es ein geschützter Raum, in dem sie Begleitung und Orientierung für Schule, Beruf und Alltag finden. Dass die Wünsche der jungen Menschen auch in die Sanierung eingeflossen sind, unterstreicht den hohen Stellenwert von Beteiligung, Demokratie und gelebten Grundwerten. Ich wünsche allen Nutzerinnen und Nutzern sowie den engagierten Fachkräften viel Freude im neuen ‚Startloch‘.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Ein Jugendzentrum ist für viele Jugendliche ein zweites Zuhause – und das gilt nicht nur für die Räume innen, sondern genauso für die Flächen draußen. Gerade Außenanlagen entscheiden oft darüber, ob ein Ort im Alltag wirklich genutzt wird: zum Sport, zum Treffen, zum Durchatmen. Gleichzeitig spüren wir auch in Hamburg, dass Extremwetter in Folge des Klimawandels zunimmt. Deshalb freue ich mich, dass das ‚Startloch‘ jetzt in neuem Glanz erscheint: mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität, guten Möglichkeiten für Bewegung und Begegnung und mit einer Außenanlage, die klimaresilient ist und auch an heißen Tagen gut nutzbar bleibt.“

Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter: „Der Um- und Ausbau des Jugendzentrums ‚Startloch‘ ist ein starkes Signal für die positive Entwicklung des Fördergebietes Rahlstedt-Ost. Hier ist ein moderner Ort entstanden, der jungen Menschen Perspektiven bietet und ihre Entwicklung unterstützt. Dass dieses Haus nun als zentraler Veranstaltungsort für den Tag der Städtebauförderung ausgewählt wurde, erfüllt uns mit besonderem Stolz – es macht deutlich, welche Bedeutung unsere gemeinsame Arbeit erreicht hat.“

Der Um- und Ausbau des Jugendzentrums „Startloch“ ist ein Schlüsselprojekt der Gebietsentwicklung im RISE Fördergebiet Rahlstedt-Ost. Die Finanzierung erfolgte mit rund 3,14 Mio. Euro aus Mitteln des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), mit rund 1,19 Mio. Euro aus Mitteln der Rahmenzuweisung Offene Kinder- und Jugendarbeit sowie Mitteln zur energetischen Sanierung der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) und mit rund 0,52 Mio. Euro aus Klimaplanmitteln der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).

Seit 1975 betreibt der „Verein zur Förderung der kulturellen und politischen Bildung der Jugendlichen in Rahlstedt e. V.“ als freier Träger der Jugendhilfe das Jugendzentrum „Startloch“. Das „Startloch“ bietet vielfältige Angebote zur Freizeitgestaltung und der kulturellen und politischen Bildung. Dazu gehören Projektarbeit, erlebnispädagogische Aktivitäten, Herstellen von Beteiligungsmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten, Jugenderholung, soziale Gruppenarbeit sowie auch individuelle Beratungs- und Hilfsangebote zur Bewältigung von Alltagskonflikten. Das „Startloch“ wird darüber hinaus als „Outdoor Sport – und Spieltreff“ sowie als „Legal Graffiti Location“, für Veranstaltungen und zum „Musikmachen“ genutzt.

Als Angebot der Offenen Kinder- und Jugendarbeit laufen im „Startloch“ traditionell vielfältige Angebote der Freizeitpädagogik, jugendkulturelle Veranstaltungen, Gruppenarbeit, erlebnispädagogische Aktivitäten, Projektarbeit oder Workshops zu jugendrelevanten Themen.

Das „Startloch“ bietet insbesondere benachteiligten Jugendlichen einen Schutzraum und vermittelt Orientierungshilfen für Schule, Beruf, Freizeit, Gesellschaft und Alltag. Das Jugendzentrum „Startloch“ hat sich in den Jahren seines Bestehens zu einer bedeutenden Anlaufstelle für junge Menschen aus dem Quartier entwickelt.

Die Anlage besteht aus drei ehemaligen Schulgebäuden der 60er Jahre. Die rund 600 Quadratmeter große Grundfläche verteilt sich auf ein Haupthaus, ein Gruppenhaus und ein Veranstaltungshaus. Umgeben werden die Gebäude von einem rund 1.200 Quadratmeter großen Außengelände. Die Gebäude wurden 2019 einer Baubestandsuntersuchung unterzogen und konnten im Ergebnis in ihrer Bausubstanz erhalten werden.

Im Jahr 2022 wurde die Sprinkenhof als Projektentwicklerin und das Architekturbüro MoRe Architekten PartGmbH mit der Planung der Umgestaltung des Jugendzentrums beauftragt. Im Rahmen einer Beteiligung der jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer wurden Wünsche aufgenommen, die in der Planung berücksichtigt wurden.

Ende 2023 wurde mit der Baumaßnahme begonnen. Im laufenden Betrieb wurden die Gebäude in zwei Bauabschnitten entkernt, erhielten neue bedarfsgerechte Grundrisse sowie eine moderne und zeitgemäße Ausstattung. Außerdem wurden die Gebäude umfassend energetisch ertüchtigt – inklusive Fenstertausch und Fassadendämmung.

Auch der Gestaltung der Außenanlagen wurde eine besondere Bedeutung beigemessen, wobei ebenfalls die Wünsche der jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer sorgfältig berücksichtigt und in die Planung integriert wurden.

Entstanden ist ein Jugendzentrum, das hinsichtlich Ausstattung und Funktionalität einem Neubau gleichwertig ist und für die Jugendlichen im Quartier einen attraktiven Ort des Treffens und Verweilens schafft.

Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Bund-Länder-Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Hamburg hat derzeit 25 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

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